Großprojekt mit erneuerbarer Energie: „Grünes Gas“ aus gelben Leitungen

29.01.2009

Netzanschluss unter Dach und Fach: Bald Bio(-erd)gas aus Güterglück im Netz  der Erdgas Mit­telsachsen GmbH (EMS) und der Gasstadtwerke Zerbst GmbH (GSZ)  

Schönebeck/Staßfurt/Zerbst-Anhalt. Die Firma Hese Biogas, eine 100-prozentige Tochter der Schmack Biogas AG,  hat als Generalunternehmer von ­RWE Innogy im Oktober 2008 mit dem Bau einer Biogasanlage begonnen, die über eine Einspeiseleistung von rund 7,0 Megawatt Bio(-erd)gas verfügt. Diese Anlage befindet sich in der Gemeinde Güterglück (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) und be­deutet eine Investition von insgesamt ca. 15 Mio. Euro.  

Ab Sommer 2009 soll dort erstmals Biomethan erzeugt, zu Bio(-erd)gas aufbereitet und in das ostel­bische Erdgas­netz der EMS/GSZ eingespeist werden. Die Anlage kann dann jährlich rund 55 Millionen Kilowattstunden (Bio)-erdgas erzeugen. Die Rohstoffversorgung für die ge­plante Anlage wird durch die regionale Landwirtschaft sichergestellt. Ins­gesamt werden dadurch jährlich mehr als 6.000 Ton­nen Gülle und 40.000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. Dabei handelt es sich überwie­gend um Maissilage, landwirtschaftliche Zwischenfrüchte, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittel­produktion stehen.  

Durch die direkte Einspeisung in das Erdgasnetz kann das erzeugte Bio(-erd)gas dort genutzt werden, wo es gebraucht wird. Das schont wertvolle fossile Ressourcen, erhöht den energetischen Wirkungs­grad der Nutzung und ist ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.