Fackel zeugt vom neuen Zeitalter

Nach 462 Tagen ist die Elbgemeinde „am Netz“

[21.09.2017] 

Barby/Ortsteil Glinde. „Wir haben Wort gehalten“, betonte Dr. Bernd Hädicke, Prokurist bei der Erdgas Mittelsachsen GmbH (EMS) am Donnerstagabend in Glinde. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Norbert Langoff entzündete er vor dem Lichtmessmuseum eine Erdgas-Fackel, die den Start der Erdgas-Versorgung in der Elbgemeinde symbolisiert. Übrigens, der Standort ist beinahe historisch: In unmittelbarer Nähe entzünden die Glinder Lichtmess-Herren alljährlich am ersten Sonntag im Februar die Lichtmess-Sonne.

Genau 462 Tage nach der Auftakt-Bürgerversammlung, und damit im Rekord-Tempo konnte der regionale Energieversorger nunmehr „Vollzug“ melden. Das Ortsnetz ist fertig, derzeit sind 57 Hausanschlüsse installiert, und die Kunden, die es wünschen, können bereits ab diesem Herbst ihre Wärme- und Warmwasserversorgung auf Erdgas umstellen. Baubeginn war im März 2017. Dass das möglich sein würde, hatte EMS-Geschäftsführer Jens Brenner am 16. Juni 2016 bei der Bürgerversammlung versichert.

Dr. Bernd Hädicke dankte anlässlich des Fackelfestes den am Bau beteiligten Firmen Kuhlmann und Jaeger-Bau, den eigenen Mitarbeitern, vor allem aber auch den Einwohnern von Glinde: „Ohne Ihr Mittun hätten wir das freilich nicht geschafft. Zudem danke ich Ihnen für Ihr Verständnis, da solch ein Bauprojekt ja auch so manche Unannehmlichkeit mit sich bringt.“

Insgesamt wurden für die Erschließung der Lichtmess-Gemeinde rund 3.780 Meter Erdgas-Rohr verlegt (Zuleitung aus Pömmelte 1.300 m, Ortsnetz 1.700 m, 780 m Hausanschlussleitung). Weitere rund 4.100 Meter Leitung mussten als Zuleitung aus Richtung Zeitz (Gnadauer Straße) zu Anbindung von Pömmelte (Neue Siedlung) in den Boden gebracht werden. „Ein wichtiger Aspekt für das Projekt in Glinde war am Ende auch, dass die Erschließung von Pömmelte nahezu parallel erfolgen konnte“, so Dr. Hädicke weiter.

Ähnlich wie vor gut zwei Jahren in Klein und Groß Rosenburg verbanden die EMS und ihr Tochterunternehmen, die GlasCom Salzlandkreis GmbH, in Glinde die Erdgaserschließung mit der Errichtung eines modernen Glasfasernetzes zur Versorgung mit breitbandigem Internet und Telefonie. „Auch dieses Projekt realisieren wir ohne jegliche Förderung und auf eigenes Risiko“, hob der Prokurist hervor.

Die Arbeiten für die Breitband-Erschließung werden noch bis ins Frühjahr 2018 andauern. Dr. Hädicke: „Wir gehen davon aus, dass die Kunden in Glinde zum 1. Juni 2018 von den Produkten der GlasCom profitieren können.“ Bis dahin werden EMS-Kollegen sowie Mitarbeiter der Firmen ABG Hecklingen sowie Heger Informationstechnik noch in Glinde tätig sein.

Nach der offiziellen Fackelentzündung bat die EMS zum gemütlichen Beisammensein auf den Hof des Lichtmess-Museums. Hier warteten die Mitglieder des Museums- und Heimatvereins Speis‘ und Trank auf.



Zahlen und Fakten

Erdgas-Erschließung    

  • Baubeginn: März 2017
  • Länge Zuleitung von Pömmelte nach Glinde 1.300m
  • Längen Zuleitung in Richtung Neue Siedlung bis Ortsausgang Pömmelte
    - Von Zeitz bis Reglerstation 1.520 m (Hochdruck)
    - RST – Gnadauer Straße 1.850 m
    - Gnadauer Straße – Ortsausgang Pömmelte 750 m
  • Länge Ortsnetz Glinde 1.700 m
  • Anzahl Hausanschlüsse aktuell 57
  • Länge Hausanschlussleitungen insgesamt 780 m
  • unsere Partnerfirmen: Fa. Kuhlmann und Fa. Jaeger-Bau


Breitband-Erschließung    

  • Kabelschutzrohr von Barby (Funkmast) bis zum Multifunktionsgehäuse Glinde ca. 10.000 m
  • verlegte Mikrorohrverbände ca. 1.700 m
  • aktuell am LWL-Leerrohrsystem angeschlossene Haushalte 65
  • 3 Schächte wurden verbaut
  • 2 Außenschränke wurden aufgestellt
  • die Versorgung erfolgt über eine Richtfunkstrecke vom Funkmast Brumby (EMS-Gelände) zum Funkmast Barby (Gnadauer Straße)
  • unsere Partnerfirmen: ABG Hecklingen und Fa. Heger Informationstechnik

 


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