Im Oktober 2022 startete die Energie Mittelsachsen GmbH (EMS) mit ihren Partnerunternehmen MDCC Magdeburg City-Com GmbH und GlasCom den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in ausgewählten Bereichen der Kleinstadt. „Dass wir hier einmal über 700 Hausanschlüsse erreichen werden, war damals nicht abzusehen“, erinnert sich Friedrich Hülsenbeck. Das Ergebnis, tatsächlich sind es bisher 702 Hausanschlüsse geworden, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Bedarf an schnellen Internetverbindungen in Barby groß war und ist.

Was einst mit einem symbolischen Spatenstich in der Gnadauer Straße begann, wurde zu einer Erfolgsgeschichte. Meter um Meter arbeiteten sich die EMS-Monteure und ihre Dienstleister durch mehr als 25 Straßenzüge, teils in offener, teils in geschlossener Bauweise. „Im Vorfeld waren unsere Mitarbeiter vor Ort unterwegs, um in den Haushalten und Unternehmen Bedarfe abzufragen und Vorverträge zu akquirieren. Wir haben nahezu jede Straße separat hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit betrachtet“, erklärt EMS-Geschäftsführer Jens Brenner.

Vor den Erfolg hat aber auch der Glasfaser-Gott den Schweiß gestellt. Nach der Gewinnung von Kunden folgten die umfangreichen Bauarbeiten. Wo immer möglich wurde die Sanierung von Gasleitungen mit der Verlegung von Glasfaserkabeln verbunden, um das Projekt mit minimalem Aufwand zu realisieren. „Auch so zeigte sich wieder der Vorteil des vielfältigen Engagements eines regionalen Versorgers vor Ort“, betonte Friedrich Hülsenbeck.

Bis zum Frühjahr 2026 wurden 25.100 Meter Leerrohre in den Boden gebracht und nahezu 92.000 Meter Lichtwellenleiterkabel (LWL) verlegt.

Auf die Frage, ob es bei den Erschließungsarbeiten besondere Herausforderungen gab, musste Marc Landgräbe, verantwortlicher Netzmeister bei der EMS, nicht lange überlegen: „Wir hatten mehrere Gräben zu queren, u.a. am Colphus sowie in der Schulzenstraße. Das war nicht ohne. Zum Glück gab es beim Spülbohrverfahren keine größeren Komplikationen.“

Nicht minder herausfordernd sei zudem die Fertigstellung der Glasfaser-Netzverbindung im Jahr 2023 zwischen Barby und Brumby gewesen. „Damit haben wir eine zusätzliche Direktverbindung zur bisherigen Richtfunkstrecke geschaffen, was die Versorgungssicherheit erhöht und die unbegrenzte Verfügbarkeit erforderlicher Bandbreiten auch bei steigenden Kundenzahlen sicherstellt“, so Landgräbe weiter.  Und dann war da noch der Faktor „Zeit“. „Eigentlich war der angesetzte Zeitplan gar nicht zu schaffen. Gemeinsam mit meinem Team und unseren Partnern haben wir es dennoch hinbekommen“, sagt ein sichtlich zufriedener EMS-Netzmeister.

Und Christo Kitow: „Die Leute von EMS und GlasCom haben wirklich einen guten Job gemacht. Ich freue mich jetzt auf den 1. Juli, dann startet offiziell meine Glasfaserversorgung.“ Technisch ist beim „Grünen Anker“ dafür schon alles einsatzbereit.

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