Seit 2010 arbeitet die Salzstadt Staßfurt gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt in mehreren Etappen daran, die Kernstadt und die ländlichen Ortsteile mit schnellem Internet zu erschließen. Für die letzte große Etappe wurde der Highspeed-Internet-Express heute in Bewegung gesetzt. Im Rahmen eines Förderprojektes wurde die GlasCom Salzlandkreis GmbH, ein Tochterunternehmen der Energie Mittelsachsen GmbH (EMS) und der Magdeburg City-Com GmbH (MDCC), mit der Erschließung bislang unterversorgter Bereiche in Förderstedt, Atzendorf, Brumby und Löderburg beauftragt.
Die GlasCom investiert in das Vorhaben rund 1,2 Millionen Euro. Die auf Grund der teils zerklüfteten Struktur in den Ortsteilen entstehende Wirtschaftlichkeitslücke schließt das Land mit Fördermitteln in Höhe von 1,13 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme der neuen Glasfasernetze einschließlich der Hausanschlüsse soll bis spätestens 1. September 2027 erfolgen. „Eine sehr sportliche Herausforderung, der wir uns aber gerne gemeinsam mit unseren Partnern und Dienstleistern stellen“, betonte GlasCom-Geschäftsführer Friedrich Hülsenbeck.
Um den Zeitplan einzuhalten, nutzten die EMS-Monteure sowie die Mitarbeiter der Dienstleister die günstigen Witterungsverhältnisse bereits im März dieses Jahres, um neben einigen bislang nicht versorgten Grundstücken in Brumby auch das Gewerbegebiet in Atzendorf an das Glasfasernetz anzuschließen.
Im Rahmen des Förderprojektes sollen durch die GlasCom insgesamt 228 Glasfaserhausanschlüsse errichtet und rund 10 Kilometer Lichtwellenleiter-Kabel in den Ortsteilen verlegt werden. Das Ganze erfolgt, je nach den lokalen Voraussetzungen, in verschiedenen Technologien – von der offenen Bauweise mit Kabelgräben, im Spülbohrverfahren mit der Nutzung sogenannter Kopflöcher, im Verdrängungsverfahren mittels Bodendurchschlagsrakete sowie mit dem Kabeleinzug in bereits vorhandene Infrastrukturen.
Friedrich Hülsenbeck: „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das uns mit der Beauftragung geschenkt wurde, und sind zudem froh, mit den Firmen Allgemeine Bauunternehmung GmbH (Tiefbau, Rohrbau und Kabeleinblasen), BHS Elektronik GmbH (Glasfasermontage), EA Dietzel GmbH (Planungsleistung) sowie dem Vermessungsbüro Jordan (Bestandsvermessung) erfahrene Dienstleister an unserer Seite zu haben, mit denen wir in der Vergangenheit schon etliche Glasfaser-Projekte - ob eigenwirtschaftlich oder gefördert - erfolgreich umgesetzt haben.“
Nach Realisierung des Förderprojektes wird auch die Nutzung bereits vorhandener GlasCom-Anschlüsse mit einer Bandbreite von bis zu 1.000 Mbit/s grundsätzlich möglich sein.








